Eine solche Trockenheit haben die Länder am Horn von Afrika seit sechzig Jahren nicht mehr erlebt. Ausbleibende Regenfälle in den beiden vergangenen Jahren ließen die Ernten verdorren, Wasserstellen austrocknen und das Vieh verenden. Die Existenzgrundlage zahlloser Menschen in der Region ist zerstört. UN-Angaben zufolge haben allein in Äthiopien, Kenia und Somalia zwölf Millionen Menschen ihre angestammte Heimat verlassen auf der Suche nach Wasser und Essen.
Allein in Kenia sind etwa 3,6 Millionen Menschen von der aktuellen Dürre betroffen und auf Nothilfe bei der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten angewiesen.
Zusammen mit dem Flüchtlingsdienst der katholischen Kirche setzt missio sich gezielt für die Flüchtlinge ein. Dabei geht es um mehr als Nahrungsmittel, Gesundheits- und Sanitärdienst. Die Flüchtlinge, die sich mit letzter Kraft in die Lager gerettet haben, sind schwer traumatisiert. Kinder haben ihre Eltern sterben sehen, Männer mussten ihre Frauen zurücklassen, um die Kinder zu retten. Die verzweifelten Menschen brauchen Hilfe in ihrer seelischen Not. Vor allem die vielen Kinder brauchen Begleitung und eine echte Perspektive für ihre Zukunft.
Die Stiftung pro missio hat für die Arbeit der Kirche in der Krisenregion aus dem Stiftungsfonds „Kirche in Notsituationen“ eine Soforthilfe von 50.000 Euro zur Verfügung gestellt.